So behebst du SEO-Fehler auf deiner Website mit Ahrefs
Mit dem Site Audit von Ahrefs kannst du deine Website so analysieren, wie es auch eine Suchmaschine tut. Das Tool crawlt alle wichtigen Seiten deiner Website, untersucht deren Verknüpfungen, Ladeprozesse und Darstellungsformate und erstellt daraus einen umfassenden SEO-Bericht. Dieser zeigt dir klar auf, welche Probleme bestehen und welche davon dringend behoben werden sollten.Das System identifiziert alle Fehler, die verhindern, dass deine Website korrekt indexiert wird, die die Crawl-Effizienz beeinträchtigen oder die Performance deiner Seiten verschlechtern. Dazu gehören unter anderem defekte Links, fehlerhafte Weiterleitungen, doppelte Inhalte, fehlende oder schwache Meta-Tags sowie langsam ladende Seiten.Um diese Daten richtig zu nutzen, solltest du strukturiert vorgehen:Zuerst konfigurierst du das Audit korrekt, dann startest du den Crawl, analysierst die Ergebnisse und setzt die notwendigen Maßnahmen Schritt für Schritt um. Abschließend überprüfst du durch einen erneuten Crawl, ob alle identifizierten Probleme erfolgreich behoben wurden.
Schritt 1 — Erstelle ein Projekt und verifiziere deine Website in Ahrefs

Du musst dich bei Ahrefs anmelden – entweder über die Hauptplattform oder über den kostenlosen Verifizierungsdienst der Ahrefs Webmaster Tools.
Erstelle anschließend im Bereich Site Audit ein neues Projekt, indem du die Option „Neues Projekt erstellen“ auswählst.
Füge danach deine Website hinzu und bestätige deine Inhaberschaft. Das kannst du entweder über die Google Search Console oder durch das Einfügen eines HTML-Tags bzw. einer HTML-Datei erledigen – je nachdem, was für dich am besten passt.
Du kannst auch aus der Google Search Console direkt dein Projekt importieren.

Warum das wichtig ist
Ein Projekt dient als organisatorische Grundlage: Es sammelt alle deine Audits, speichert deine Crawl-Historie und ermöglicht dir, automatische Crawls einzurichten.
Die Site-Audit-Funktion arbeitet projektbasiert. Dadurch kannst du die Entwicklung deiner Website über verschiedene Zeiträume hinweg verfolgen und genau sehen, wie sich technische Optimierungen auswirken.
Schritt 2 — Konfiguriere die Crawl-Einstellungen, bevor du dein erstes Audit startest

Gehe in die Projekteinstellungen und konfiguriere folgende Punkte:
- Crawl-Quelle(n): Erfasse alle Seiten deiner Website – idealerweise über die XML-Sitemap sowie durch das Crawlen aller internen Seiten.
- Crawl-Tiefe / Limit: Starte mit einer repräsentativen Stichprobe oder begrenze den Crawl auf z. B. 10.000 Seiten, wenn deine Website sehr viele URLs enthält.
- Ausschlüsse: Schließe Admin-Bereiche, Staging-Umgebungen und unnötige oder minderwertige URL-Parameter (Query-Strings) vom Crawl aus.
- Integrationen aktivieren: Verbinde Ahrefs mit der Google Search Console (GSC) sowie – falls verfügbar – mit PageSpeed Insights / Core Web Vitals, um zusätzliche Performance-Daten zu erhalten.
Eine saubere Konfiguration sorgt dafür, dass dein Crawl-Budget effizient genutzt wird und du gezielt relevante, wirkungsstarke Ergebnisse erhältst.
Ahrefs bietet flexible Crawl-Optionen und ermöglicht durch die Integration von PageSpeed- und GSC-Daten eine deutlich präzisere Analyse technischer Probleme und Performance-Kennzahlen.
Schritt 3 — Starte das Audit (vollständiger Crawl)

Starte den Crawl und lasse ihn beim ersten Durchlauf vollständig abschließen.
Wenn deine Website sehr groß ist, solltest du den vollständigen Crawl idealerweise über Nacht oder in Zeiten mit geringem Traffic durchführen.
Was du dadurch erhältst
Der Site Audit von Ahrefs liefert dir im Anschluss eine umfangreiche Analyse mit Hunderten von Einträgen, die in Probleme und Kategorien gruppiert sind. Das Tool kann über 170 gängige SEO-Probleme erkennen.
Die wichtigsten Ansichten sind:
- Overview (Übersicht): Zusammenfassung des Website-Zustands mit Health Score
- Issues (Probleme): Konkrete Fehler, Warnungen und Hinweise mit Priorisierung
- Pages (Page Explorer): Detailanalyse einzelner URLs
- Crawl Map / Summary: Visuelle Darstellung der Website-Struktur und Crawl-Zusammenfassung
Schritt 4 — Analysiere die Audit-Übersicht und lege Prioritäten fest

So interpretierst du die wichtigsten Kennzahlen
- Errors (Fehler): Kritische Probleme, die dringend behoben werden müssen – z. B. 404-Seiten, 5xx-Serverfehler oder fehlerhafte Canonical-Tags.
- Warnings (Warnungen): Wichtige, aber weniger kritische Hinweise – z. B. fehlende Meta-Descriptions oder doppelte Seitentitel.
- Notices (Hinweise): Informative Meldungen ohne akuten Handlungsdruck.
Die empfohlene Priorisierungs-Reihenfolge
1. Indexierung & Erreichbarkeit (Accessibility)
Behebe zuerst grundlegende technische Hindernisse wie:
- 5xx-Serverfehler
- DNS-Probleme
- Blockierungen durch robots.txt
- Redirect-Schleifen
2. Crawlability & Canonicalization
Danach kümmerst du dich um:
- 404-Fehler
- Defekte interne Links
- Falsch gesetzte Canonical-Tags
3. Duplicate Content & Meta-Probleme
Typische Themen:
- Doppelte Titel
- Fehlende oder zu lange/zu kurze Meta-Descriptions
4. Performance & Core Web Vitals
Optimierung von Ladezeiten und Nutzererfahrung.
5. Strukturierte Daten & hreflang
Prüfung von strukturierten Daten (Schema-Markup) und korrekter hreflang-Implementierung bei mehrsprachigen Websites.
6. Bilder & Barrierefreiheit
Fehlende Alt-Texte oder andere Accessibility-Probleme.
Warum genau diese Reihenfolge?
Wenn eine Seite nicht gecrawlt oder indexiert werden kann, bringen optimierte Title-Tags, strukturierte Daten oder UX-Verbesserungen dein Ranking nicht weiter.
Deshalb gilt:
Erst technische Blockaden beseitigen → dann Inhalte und Nutzererfahrung optimieren.
Diese Vorgehensweise entspricht dem empfohlenen Site-Audit-Prozess gemäß der Ahrefs-Dokumentation und gängigen SEO-Best Practices.
Schritt 5 — Finde und behebe defekte Seiten (404-, 410- und Serverfehler)

So findest du defekte Seiten
Öffne in Site Audit oder Site Explorer, scrolle runter bis zu den internen Links und filtere nach:
- „4xx Client Errors“
- „404 Not Found“
Im Page Explorer bekommst du anschließend eine vollständige Liste aller betroffenen URLs – inklusive der internen Verlinkungen, die auf diese fehlerhaften Seiten zeigen. So erkennst du sofort, woher die Fehler entstehen.
Mögliche Lösungen
Je nach Situation gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen:
- 301-Weiterleitung setzen:
Wenn eine Seite dauerhaft gelöscht wurde, leite sie per 301 Redirect auf die thematisch passendste Seite weiter (z. B. von einem alten Produkt auf das Nachfolgeprodukt).
Bei einem Apache-Server kannst du dies über die .htaccess-Datei umsetzen. - Inhalt wiederherstellen:
Falls die Seite eigentlich bestehen sollte, stelle den Inhalt wieder her und sorge dafür, dass sie wieder den 200-Statuscode zurückgibt. Indexiere die Seite wieder durch die Google Search Console. - 410-Status verwenden:
Wenn es sich um eine dauerhaft entfernte Ressource handelt, die bewusst nicht ersetzt wird, gib einen 410 Gone-Status zurück und entferne zusätzlich alle internen Links zu dieser URL.
Warum Weiterleitungen wichtig sind
Defekte interne Links verschlechtern die Nutzererfahrung und verschwenden Crawling-Budget der Suchmaschine.
Ein 301-Statuscode überträgt die bestehende Linkkraft (Link Equity) auf die neue Ziel-URL. Gleichzeitig solltest du alle internen Links direkt auf die neue URL aktualisieren – nicht dauerhaft über Redirects laufen lassen.
Mit Ahrefs kannst du genau nachvollziehen, welche Seiten auf eine fehlerhafte URL verlinken, und gezielt saubere Lösungen umsetzen.
Schritt 6 — Behebe Redirect-Ketten und Redirect-Schleifen

So findest du Redirect-Ketten und Redirect-Schleifen
Gehe im Site Audit in den Bereich Issues und suche nach:
- „Redirect chains“
- „Redirect loops“
Im Page Explorer kannst du dir anschließend den vollständigen Redirect-Pfad anzeigen lassen und genau nachvollziehen, welche URLs nacheinander weiterleiten.
So behebst du das Problem
- Redirect-Ketten verkürzen:
Reduziere mehrere Weiterleitungen auf eine einzige 301-Weiterleitung von alter URL → finaler URL. - Redirect-Schleifen korrigieren:
Überprüfe fehlerhafte Server-Konfigurationen, die Endlosschleifen verursachen (z. B. HTTP ↔ HTTPS oder www ↔ non-www Konflikte). - Interne Links aktualisieren:
Passe interne Verlinkungen direkt auf die finale Ziel-URL an, statt über Zwischen-Redirects zu gehen.
Warum das wichtig ist
Redirect-Ketten verlangsamen sowohl Suchmaschinen-Crawler als auch Nutzer.
Jede zusätzliche Weiterleitung kostet Zeit und kann potenziell Linkkraft reduzieren.
Durch saubere, direkte 301-Weiterleitungen verbesserst du die Crawl-Effizienz, beschleunigst Ladezeiten und erhältst möglichst viel bestehende Link Equity.
Schritt 7 — Behebe Duplicate-Content- und Canonical-Probleme

So findest du Duplicate-Content- und Canonical-Probleme
Gehe im Site Audit in den Bereich Issues und achte besonders auf:
- „Duplicate content“
- „Duplicate titles“
- „Duplicate meta descriptions“
- „Conflicting canonical tags“
Typische Problembeispiele
- Kategorie-Seiten mit Tracking-Parametern erzeugen nahezu identische URLs (z. B. durch UTM-Parameter oder Filterfunktionen).
- Produktvarianten (Größe, Farbe etc.) erzeugen doppelte Titel oder sehr ähnliche Inhalte.
Mögliche Lösungen
- rel="canonical" korrekt setzen:
Weise doppelten Seiten eine eindeutige kanonische URL zu, auf die Suchmaschinen sich konzentrieren sollen. - Parameter richtig behandeln:
Nutze die Google Search Console zur Parameter-Steuerung oder sorge dafür, dass nur kanonisierte URLs indexierbar sind. - Ähnliche Seiten konsolidieren:
Leite minderwertige oder unnötige Duplikate per 301-Redirect auf die Hauptseite weiter. - Eindeutige Meta-Daten verwenden:
Vergib individuelle, klar unterscheidbare Titel und Meta-Descriptions für jede indexierbare Seite.
Pro Tipp zu Canonical & hreflang (nach Ahrefs-Empfehlung)
Stelle sicher, dass:
- hreflang-Tags immer auf die kanonischen URLs verweisen.
- Keine widersprüchlichen („rogue“) Canonical-Tags existieren, die hreflang-Signale aushebeln.
Fehler in der Kombination aus Canonical und hreflang können dazu führen, dass falsche Sprach- oder Länderversionen indexiert werden – oder gar keine.
Schritt 8 — Verbessere die Ladegeschwindigkeit und die Core Web Vitals

Im Site Audit kannst du PageSpeed-Daten integrieren und dir Seiten anzeigen lassen, die schlechte Werte bei den Core Web Vitals haben:
- LCP (Largest Contentful Paint) – Ladezeit des größten sichtbaren Elements
- FID / INP (Interaction to Next Paint) – Reaktionszeit bei Interaktionen
- CLS (Cumulative Layout Shift) – Visuelle Stabilität beim Laden
So erkennst du schnell, welche URLs Performance-Probleme verursachen.
Optimierungsmaßnahmen
- Bilder optimieren
- Moderne Formate wie WebP oder AVIF verwenden
- Komprimieren
- Responsive Bildgrößen einsetzen

- JavaScript optimieren
- Nicht benötigten Code entfernen
- Nicht-kritisches JavaScript verzögert laden (defer)
- Lazy Loading einsetzen
Bilder außerhalb des sichtbaren Bereichs erst laden, wenn sie benötigt werden. - Caching & CDN nutzen
Browser-Caching aktivieren und ein Content Delivery Network einsetzen, um Ladezeiten zu reduzieren. - Render-Blocking-Ressourcen minimieren
CSS und JS so einbinden, dass sie das Rendering nicht unnötig blockieren.
Wenn Kategorie-Seiten einen LCP-Wert über 2,5 Sekunden haben:
- Ersetze ein großes Hero-Bild durch eine optimierte, kleinere WebP-Version.
- Binde kritisches CSS für den Above-the-Fold-Bereich inline ein.
- Lade Produktbilder unterhalb des sichtbaren Bereichs per Lazy Loading.
Wenn du Ahrefs benutzt, bekommst du sehr viele Fehlermeldungen angezeigt. Das kann schnell überfordernd wirken. Wichtig ist: Du musst nicht alles auf einmal lösen.
SEO funktioniert am besten, wenn du Schritt für Schritt vorgehst und die Probleme systematisch abarbeitest.
Mit dem Ahrefs Site Audit kannst du deine Website komplett prüfen. Statt zu raten, wo Probleme liegen, bekommst du klare Fakten. Du siehst genau, welche technischen Fehler Suchmaschinen daran hindern, deine Seite richtig zu crawlen oder zu indexieren.
Typische Probleme sind zum Beispiel:
- defekte Seiten (404-Fehler)
- Falsche Weiterleitungen
- Doppelte Inhalte
- Fehlende Meta-Titel oder Beschreibungen
- Langsame Ladezeiten
- Fehler bei mehreren Sprachversionen (hreflang)
Wenn du diese technischen Fehler behebst, passiert Folgendes:
- Suchmaschinen können deine Website besser lesen
- Besucher finden sich leichter zurecht
- Deine Website wird schneller
- Deine Rankings können sich verbessern
Das Wichtigste am Site Audit ist nicht nur, Fehler zu finden, sondern auch zu sehen, ob deine Verbesserungen wirken. Deshalb solltest du deine Website regelmäßig neu scannen. So stellst du sicher, dass alte Probleme nicht zurückkommen und neue früh erkannt werden.
Wenn du das regelmäßig machst, wird SEO kein einmaliges Projekt, sondern ein fester Teil deiner Website-Pflege.
Am Ende geht es darum:
Erst die technische Grundlage sauber machen — dann können Inhalte und Rankings wachsen.

























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