Glossar: Anteil an möglichen Impressionen (Impression Share)
Der Anteil an möglichen Impressionen (englisch: Impression Share, kurz IS) gibt an, wie oft eine Google-Ads-Anzeige tatsächlich ausgespielt wurde, gemessen am geschätzten Maximum aller Ausspielungen, für die sie berechtigt gewesen wäre. Das Ergebnis erscheint als Prozentwert: Er zeigt, wie viel Sichtbarkeit in der Auktion ausgeschöpft wird und wie viel Potenzial ungenutzt bleibt.
Die Kennzahl ist im Google-Ads-Kampagnen-Reporting über die Spaltenauswahl einblendbar und lässt sich auf Kampagnen-, Anzeigengruppen- und Keyword-Ebene auswerten.
Die Teilkennzahlen des Impression Share

Google Ads stellt mehrere Varianten der Kennzahl bereit, je nachdem welche Position und welches Netzwerk gemessen wird:
- Search Impression Share: dein Anteil an möglichen Impressionen im Google Suchnetzwerk.
- Search Top IS: wie oft deine Anzeige oberhalb der organischen Ergebnisse erschienen ist, gemessen an allen Gelegenheiten, bei denen das möglich gewesen wäre.
- Search Absolute Top IS: dein Anteil an der allerobersten Anzeigenposition (Position 1 in den Suchergebnissen).
- Display Impression Share: dein IS im Google Displaynetzwerk.
Ergänzt werden diese Werte durch die Verlust-Kennzahlen, die erklären, wohin das ungenutzte Potenzial abfließt.
Verlust durch Budget oder Rang
Wenn dein Impression Share unter 100 % liegt, schlüsselt Google auf, welche Ursache überwiegt:
IS verloren durch Budget zeigt den Anteil der verpassten Ausspielungen, weil das Google Ads Tagesbudget aufgebraucht war, bevor alle berechtigten Suchanfragen bedient werden konnten. Die Anzeige wäre in der Auktion angetreten, hatte aber kein verfügbares Budget mehr.
IS verloren durch Rang zeigt den Anteil der verpassten Ausspielungen, weil der Anzeigenrang nicht ausreichte, um die Auktion zu gewinnen. Der Anzeigenrang ergibt sich aus dem Gebot und dem Qualitätsfaktor. Ein schwacher Qualitätsfaktor drückt den IS also auch dann, wenn das Budget eigentlich ausreichend wäre.
Beide Verlust-Werte ergeben zusammen mit dem IS selbst die Gesamtheit der möglichen Ausspielungen. Du kannst beide Spalten gleichzeitig einblenden und so direkt erkennen, ob Budget oder Rang der bindende Engpass ist.
Was der Impression Share nicht misst

Nicht zu verwechseln mit rohen Impressionen: Impressionen sind die absolute Anzahl der Einblendungen einer Anzeige. Der Impression Share ist das Verhältnis dieser Einblendungen zu den geschätzten möglichen. Eine Kampagne kann hohe Impressionszahlen bei einem niedrigen IS haben, wenn der Markt sehr groß ist. Beide Kennzahlen messen Verschiedenes und sollten im Reporting nebeneinander stehen.
Nicht zu verwechseln mit Click Share oder CTR: Der IS misst ausschließlich, ob die Anzeige ausgespielt wurde. Click Share und Klickrate (CTR) setzen das Verhalten der Nutzenden voraus. Der IS setzt früher an: bei der Frage, ob die Anzeige überhaupt in der Auktion erscheint. Eine Anzeige kann einen hohen IS und gleichzeitig eine niedrige CTR haben.
Nicht zu verwechseln mit Share of Voice: Share of Voice beschreibt Markenpräsenz kanalübergreifend. Der Impression Share ist ein messbarer, kanalspezifischer Teilwert innerhalb von Google Ads, kein Äquivalent für Markensichtbarkeit insgesamt.
Beispielszenario, keine echte Kundenzahl: Eine Kampagne für das Keyword "Steuerberatung München" erzielt 300 Impressionen. Google schätzt, dass 750 Ausspielungen möglich gewesen wären. Der Impression Share liegt damit bei 40 %. Ob jemand auf die Anzeige klickt oder nicht, hat auf diesen Wert keinen Einfluss.
Warum der Impression Share im Reporting zählt
Der IS legt offen, ob eine Kampagne ihr erreichbares Potenzial ausschöpft oder ob strukturelle Einschränkungen die Reichweite begrenzen. Das unterscheidet ihn von Klick- und Conversion-Metriken, die erst dann etwas messen, wenn die Anzeige bereits gezeigt wurde.
Rang-Verluste erfordern andere Maßnahmen als Budget-Verluste. Wer nur das Budget erhöht, ohne den Anzeigenrang zu prüfen, löst damit in der Regel keinen Rang-Verlust. Mehr dazu im Artikel Google Ads gezielter einsetzen.
Besonders relevant ist der IS bei Brand-Kampagnen: Wer auf den eigenen Markennamen bietet, sollte regelmäßig prüfen, ob Wettbewerber einen Teil dieses Anteils beanspruchen und den IS senken. Der IS macht diesen Wettbewerb im eigenen Reporting sichtbar, ohne dass Auktionsdaten separat abgerufen werden müssen.
Passende Lösungen
Entdecken Sie ausgewählte Themen und Leistungen rund um Webdesign, Webflow und Leadgenerierung. Finden Sie schnell den passenden Einstieg für Ihr nächstes Projekt.






















































rev%20komprimiert%20(1).webp)














